Armbad kalt
Das kalte Armbad gilt als die „Tasse Kaffee der Naturheilkunde“ – es erfrischt und regt an, ohne aufzuregen. Auch wirkt es beruhigend auf das Herz.
„Somit können die Armbäder eine großartige Wirkung hervorbringen.“ – S. Kneipp
Benötigt wird:
Armbadewanne (ggf. Waschbecken, Brunnentrog)
So wird’s gemacht:
- Das Gefäß mit kaltem Wasser füllen.
- Temperatur: So kalt wie möglich (ca. 12 bis 18 °C)
- Die Arme bis zur Mitte der Oberarme eintauchen.
- Dauer: bis 30 Sekunden, je nach Wassertemperatur, bis ein Kältegefühl bzw. Kälteschmerz eintritt.
„[…] am Schluss nicht abtrocknen, weil das Nichtabtrocknen viel mehr Wärme entwickelt und deshalb auch eine kräftigere Ausleitung erreicht wird.“ – S. Kneipp
- Danach das Wasser nur abstreifen, nicht abtrocknen – dadurch wird die Reizstärke vergrößert (Verdunstungskälte).
- Die Arme bewegen (pendeln), bis ein Wärmegefühl eintritt.
Der beste Zeitpunkt der Anwendung ist der frühe Nachmittag.
Wirkung
- die Herzschlagfrequenz senkend, beruhigend
- psychovegetativ: erfrischend
- anregend, ohne aufzuregen
"Das allgemeine Heilmittel, das uns gesund erhält, ist und bleibt das Wasser. Man braucht aber nicht viel Wasseranwendungen zu machen." – S. Kneipp

Geeignet bei
- Abgeschlagenheit
- Müdigkeit
- Abgespanntheit
- nervösem Herzjagen, Herzklopfen, Herzstichen ohne organische Herzkrankheit
- körperlicher und geistiger Erschöpfung
- Tennis-, Golfellenbogen (Epikondylitis) zur Schmerzdämpfung
- bei niedrigem Blutdruck schlaffördernd
- bei hohem Blutdruck senkend
Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Vorsicht bei / Nicht geeignet bei
- Angina pectoris
- organischen Herzkrankheiten
- kalten Händen (vorher erwärmen!)
- Gefäßkrämpfen
Bitte beachten
- Vermeiden Sie Auskühlung! Achten Sie auf ausreichende Körperwärme!
- Nicht mit kalten Händen ins kalte Wasser (vorher erwärmen!).
- Das beidseitige Armbad kann in seltenen Fällen durch die nach vorne gebeugte Haltung zu Rückenbeschwerden führen