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Löwenzahn - Taraxacum officinale

Löwenzahn ist eine äußerst anpassungsfähige Heilpflanze, die wohl auch aus diesem Grund noch immer häufig als Unkraut verkannt wird. Sie wächst nahezu überall dort, wo sich ihre Früchte mit dem fallschirmartigen Ansatz niederlassen – selbst zwischen Pflastersteinen und Beton. Durch ihre bis zu etwa 30 cm lange Pfahlwurzel ist die Pflanze zudem nur schwer vollständig zu entfernen.

Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler und wird im Volksmund unter anderem auch Kuhblume, Milchblume oder Butterblume genannt. Charakteristisch sind seine leuchtend gelben Blüten sowie der weiße Milchsaft in Blütenstängeln, Blättern und Wurzeln.

Traditionell wird Löwenzahn unter anderem im Rahmen von Frühjahrskuren eingesetzt. Er regt den Stoffwechsel an und gilt als harntreibend. Durch seinen Bitterstoffgehalt wirkt er außerdem appetitanregend und fördert die Bildung von Magen- und Gallensaft.

 

„Der Löwenzahnsaft, wenn man ihn in der Frühe nimmt, fängt schon im Halse an zu wirken und kommt bald ins Blut. Für Leberleidende ist diese Pflanze sehr zu empfehlen.“ – S. Kneipp

 

Auch in der Küche finden junge Löwenzahnblätter Verwendung. Sie eignen sich beispielsweise für Frühlingssalate, können fein gehackt unter Quark gemischt oder Suppen und Eintöpfen beigegeben werden.

Bestandteile und Inhaltsstoffe:

Medizinisch werden verschiedene Pflanzenteile verwendet. Die Pflanze enthält unter anderem Bitterstoffe, Flavonoide, Cumarine sowie einen vergleichsweise hohen Anteil an Kaliumsalzen.

Art der Anwendung:

Löwenzahn kann unter anderem als Tee-Aufguss oder Frischpflanzensaft verwendet werden. Außerdem ist er Bestandteil verschiedener Kräutertees und Präparate.

Aus den jungen, vor der Blüte geernteten Blättern kann Salat zubereitet werden. Alternativ können die Blätter fein gehackt unter Quark gemischt oder zum Würzen von Suppen und Eintöpfen verwendet werden.

Teezubereitung und Dosierung:

  • 1 EL Löwenzahnkraut mit 1 Tasse kaltem Wasser ansetzen.
  • Kurz aufkochen.
  • Einige Minuten abgedeckt ziehen lassen.
  • Anschließend abseihen.
  • Mehrmals täglich 1 Tasse trinken.
 

„Kräuter, welche der Schöpfer wachsen lässt, sind nach guter Wahl und in der Ordnung genommen, treffliche Heilmittel.“ – S. Kneipp

 

Wirkung

  • die Galleproduktion in der Leber anregend (choleretisch)
  • den Gallenfluss anregend (cholekinetisch)
  • nierenanregend
  • entwässernd (diuretisch)
  • appetitanregend durch Steigerung der Magensaftsekretion
  • leicht abführend
 

„Der Löwenzahn ist von großem gesundheitlichem Wert für die Natur. Er wirkt vor allem auflösend und stärkend.“ – S. Kneipp

Armbad

Geeignet bei

  • Förderung des Gallenflusses, zur besseren Entleerung der Gallenblase und zur Vorbeugung von Gallensteinbildung
  • entzündlichen Harnwegsinfekten zur Anregung der Diurese
  • Appetitlosigkeit
  • Verdauungsbeschwerden, z. B. Völlegefühl oder Blähungen
  • Rheuma und Gicht zur Unterstützung des Bindegewebsstoffwechsels

Bitte halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Vorsicht bei / Nicht geeignet bei

Bei einer Entzündung der Galle, einem Gallensteinleiden sowie bei einem Gallengangs- oder Darmverschluss sollte vor der Anwendung ärztlicher Rat eingeholt werden.

 

Nebenwirkungen

  • Bei frischen Pflanzen können in seltenen Fällen Kontaktallergien durch den Milchsaft auftreten, z. B. in Form von Hautekzemen.
  • Empfindliche Personen können mit Magenbeschwerden, Übelkeit oder saurem Aufstoßen reagieren.

Wechselwirkungen sind nicht bekannt.

 

Bitte beachten

Um einen Wirkungseintritt zu erzielen, sollte Tee oder Löwenzahnsaft kurmäßig über einen Zeitraum von etwa 4–6 Wochen angewendet werden.

Die Inhalte dieser Anwendung wurden von Dr. Bachmann verfasst und mit freundlicher Genehmigung des Kneipp-Bund e. V. veröffentlicht.

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