Kneipp entdecken in Bad Marienberg
Bad Marienberg ist seit 1967 anerkanntes Kneipp-Heilbad und bietet damit beste Voraussetzungen, die Kneippsche Gesundheitslehre direkt vor Ort zu erleben. Sebastian Kneipp (1821–1897) gilt als Begründer eines ganzheitlichen Gesundheitskonzeptes, das natürliche Reize, Bewegung und eine bewusste Lebensweise miteinander verbindet. Sein Interesse an der Naturheilkunde entstand nicht zuletzt aus eigenen Erfahrungen.
Im Mittelpunkt seiner Lehre steht die aktive Gesundheitsvorsorge. Regelmäßige Bewegung, ein bewusster Lebensrhythmus und gezielte Anwendungen sollen dabei helfen, den Belastungen des Alltags entgegenzuwirken und das eigene Wohlbefinden zu stärken. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Wasser – bis heute eines der bekanntesten Elemente der Kneippschen Gesundheitslehre.
Wassertreten nach Kneipp
Eine der bekanntesten Kneipp-Anwendungen ist das Wassertreten. Dabei wird ein mit kaltem oder angenehm temperiertem Wasser gefülltes Becken langsam durchschritten. Bei jedem Schritt wird ein Bein vollständig aus dem Wasser gehoben und anschließend wieder eingetaucht – ähnlich dem sogenannten Storchengang.
Die wechselnden Temperaturreize und die Bewegung können die Durchblutung und den Kreislauf anregen und werden traditionell zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens eingesetzt. Viele Menschen empfinden Wassertreten zudem als erfrischend und belebend – am Abend kann es auch als wohltuendes Ritual zur Entspannung genutzt werden.
Die Kneipp-Tretbecken finden Sie hier:




Barfußweg der SinneNatur Schritt für Schritt erleben
Mitten im Park der Sinne im Zentrum von Bad Marienberg lädt der Barfußweg dazu ein, die Natur einmal ganz bewusst über die Füße wahrzunehmen. Der Rundweg führt rund um eine naturnahe Streuobstwiese mit alten Apfelbäumen und verbindet Bewegung, Naturerlebnis und Sinneserfahrung auf besondere Weise.
Auf insgesamt 16 unterschiedlichen Belägen erleben die Füße immer neue Reize: kantige Holzhackschnitzel, hartes Natursteinpflaster, Tannenzapfen, weicher Rindenmulch, Bitumenflächen, runde Flusskiesel, Rundholz, raue Baumscheiben und frischer Rasen sorgen für abwechslungsreiche Eindrücke. Gleichzeitig begleiten die Düfte der Blumen- und Streuobstwiese den Weg und machen den Rundgang zu einem Erlebnis für mehrere Sinne.
Zum Barfußweg gehören außerdem zwei Kneipp-Wasserbecken, die sich gut in den Rundgang einbinden lassen. Eine Schuhaufbewahrung steht ebenfalls zur Verfügung, sodass der Weg ganz unkompliziert barfuß erkundet werden kann.
Wer regelmäßig Schuhe trägt, nimmt den Untergrund im Alltag oft kaum noch bewusst wahr. Auf dem Barfußweg verändert sich das: Jeder Schritt fühlt sich anders an und fordert dazu auf, genauer hinzuspüren. So entsteht ganz nebenbei eine kleine Auszeit, bei der Aufmerksamkeit, Bewegung und das unmittelbare Erleben der Natur im Mittelpunkt stehen.
Auch für Familien ist der Weg ein schönes gemeinsames Erlebnis. Unterschiedliche Materialien zu ertasten, Lieblingsabschnitte zu entdecken und sich über die verschiedenen Eindrücke auszutauschen, macht den Rundgang abwechslungsreich und lädt dazu ein, den Park einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen.
Bitte betreten Sie die einzelnen Abschnitte mit etwas Vorsicht und achten Sie auf den Verlauf des Weges. Heben Sie die Füße deutlich an, setzen Sie sie möglichst senkrecht auf und rollen Sie anschließend sanft ab. Das Gewicht sollte dabei eher auf dem Fußballen liegen, damit Unebenheiten gut abgefedert werden können.
Der Eintritt ist frei.
ApothekergartenHeilpflanzen mit allen Sinnen entdecken
Der Duft von Rosen, Salbei und anderen Kräutern macht den Apothekergarten im Park der Sinne in der Bornwiese zu einem besonderen Erlebnis. Mehr als 120 verschiedene Arznei- und Heilpflanzen wachsen hier und geben einen anschaulichen Einblick in die Vielfalt der Pflanzenwelt. Auf insgesamt 18 Informationstafeln werden ihre Wirkungen und traditionellen Anwendungsgebiete näher erläutert.
Der Apothekergarten nach Pfarrer Kneipp wurde gemeinsam vom Kneipp-Verein, der Stadt Bad Marienberg und engagierten Bürgerinnen und Bürgern angelegt. In seiner Gestaltung orientiert er sich an historischen Heilpflanzengärten und verbindet so traditionelles Wissen mit einem modernen Naturerlebnis.
Getreu dem Sprichwort „Für jede Krankheit ist ein Kräutlein gewachsen“ können Besucher die unterschiedlichen Pflanzen aus nächster Nähe kennenlernen. Alle Kräuter sind beschriftet und laden dazu ein, mehr über ihre Eigenschaften, Verwendung und Bedeutung in der Pflanzenheilkunde zu erfahren.
Das Interesse an Heilpflanzen und pflanzlichen Arzneimitteln ist bis heute ungebrochen. Der Apothekergarten möchte dieses Wissen anschaulich vermitteln und zugleich zeigen, welche große Rolle die Natur für Gesundheit und Wohlbefinden spielen kann.
Ein Rundgang durch den Garten lohnt sich zu jeder Jahreszeit, denn viele Pflanzen verändern im Laufe des Jahres ihr Aussehen, ihren Duft und ihre Wirkung. So wird der Apothekergarten nicht nur zu einem Ort des Wissens, sondern auch zu einem kleinen Naturerlebnis, bei dem sich vieles ganz unmittelbar entdecken lässt.
Gleichzeitig knüpft der Garten direkt an die Kneippsche Gesundheitslehre an, in der Heilpflanzen eines der fünf zentralen Elemente bilden. Er zeigt auf anschauliche Weise, wie eng Natur, Gesundheit und ein bewusster Umgang mit dem eigenen Körper miteinander verbunden sind.
Eine besondere Anerkennung erhielt die Anlage im Jahr 2017: Der Apothekergarten wurde als offizielles Projekt der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet.
Der Apothekergarten befindet sich hier:

