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Krafttraining

Das Krafttraining dient vor allem der Verbesserung von Geh-, Lauf- und Sprungfähigkeit und kann insbesondere mit zunehmendem Alter sinnvoll sein. Voraussetzung ist jedoch, dass die körperliche Belastbarkeit und mögliche gesundheitliche Risiken vor Beginn ausreichend berücksichtigt werden.

Empfohlene Voruntersuchungen

  • Erstellung eines individuellen Leistungsprofils des Herz-Kreislauf-Systems. Insbesondere sollten Herzrhythmusstörungen durch Untersuchungen wie EKG, Ergometrie, Telemetrie oder Langzeit-EKG ausgeschlossen werden. Auch ein möglicher Bluthochdruck sollte aufgrund der erhöhten Gefäßbelastung berücksichtigt werden.
  • Untersuchung des Bewegungsapparates, bei Bedarf ergänzt durch eine Röntgendiagnostik, beispielsweise bei Verdacht auf Osteoporose.
  • Stoffwechseldiagnostik, z. B. Bestimmung von Blutzucker, Harnsäure und gegebenenfalls Milchsäure (Laktat).
  • Kontrolle von Elektrolyt-, Mineralstoff- und Vitaminspiegeln, insbesondere Kalium und Magnesium. Bestehende Mangelsituationen sollten ausgeglichen werden, vor allem wenn zusätzliche Verluste durch Schwitzen entstehen.

Beschreibung

Krafttraining ist eine Form des körperlichen Trainings, die gezielt der Steigerung der Muskelkraft dient. Im Gegensatz zu Ausdauer-, Beweglichkeits- oder Schnelligkeitstraining werden dabei bestimmte Muskeln und Muskelgruppen durch regelmäßige, gezielte Belastungen aufgebaut und gestärkt.

Ein allgemeines Krafttraining, wie es beispielsweise in Fitness-Centern angeboten wird, entspricht nicht automatisch einem individuell abgestimmten Training im KNEIPP’schen Sinne. Entscheidend ist vielmehr, dass die Übungen an die persönlichen Voraussetzungen, die körperliche Belastbarkeit und das jeweilige Trainingsziel angepasst werden.

Gerade nach Erkrankungen oder bei eingeschränkter Muskelkraft kann gezieltes Krafttraining sinnvoll sein, wenn bestimmte Muskelgruppen kontrolliert aufgebaut werden sollen. In solchen Fällen ist eine fachkundige Anleitung besonders wichtig, beispielsweise durch einen KNEIPP-Arzt, Physiotherapeuten, Sportlehrer oder später durch entsprechend geschulte Gesundheitspädagogen im KNEIPP-Verein.

Krafttraining

Geeignet bei

  • Rehabilitation nach eingeschränkter Bewegungsfähigkeit (Immobilisation) und Bettlägerigkeit zur Wiedererlangung der ursprünglichen Kräfteverhältnisse
  • Osteoporose bei Bewegungseinschränkungen durch Gips, z. B. im Rahmen eines isometrischen Trainings

Bitte halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Vorsicht bei / Nicht geeignet bei

Gegenanzeigen können sich aus den notwendigen Voruntersuchungen ergeben. Bitte halten Sie deshalb auch hier Rücksprache mit Ihrem Arzt.

 

Bitte beachten

  • Pressatmung sollte vermieden werden, da sie den Druck im Brustraum erhöht und dadurch die Herzleistung sowie die Organdurchblutung vermindern kann.
  • Bei unzureichender Durchblutung des Gehirns können Kollapserscheinungen auftreten.
  • Ein Blutdruckanstieg unter körperlicher Belastung ist grundsätzlich möglich. Besonders bei einer Kombination aus Lauf- und Kraftübungen, wie sie beispielsweise auf Trimmpfaden vorkommt, kann die Belastung jedoch problematische Ausmaße annehmen.
  • Für Risikopatienten sind insbesondere Klimmzüge, Liegestütze und intensive Bauchmuskelübungen ungünstig.
  • Krafttraining sollte vor einem Lauftraining stattfinden, jedoch nicht unmittelbar mit diesem kombiniert werden.
Die Inhalte dieser Anwendung wurden von Dr. Bachmann verfasst und mit freundlicher Genehmigung des Kneipp-Bund e. V. veröffentlicht.

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